Rheinisches Freilichtmuseum Kommern
Ein Ausflugsziel für die ganze Familie! Aber auch für Paare ein Vergnügen...
Ein wahres Vergnügen für Paare und Familien ist das Rheinische Freilichtmuseum in Kommern. Ein ideales Ausflugsziel, wenn man mehrere Stunden verplanen möchte. Diese benötigt man nämlich, wenn man sich alles ansieht.
Das Gelände mit einer Größe von 80 Hektar bietet über 60 historische Gebäude. Diese stammen überwiegend aus der ehemaligen rheinisch - preußischen Provinz und sind zum Teil über hunderte von Jahren alt.
In diesem Museum bekommt man ein Bild davon, wie unsere Vorfahren einst gelebt haben und wie groß diese gewesen sein mußten. Personen mit einer Durchschnittsgröße von 1,80 Meter haben es in einigen Häusern schon recht schwer, sich in diesen Häusern zu bewegen.
Das Rheinische Freilichtmuseum Kommern macht Vergangenheit wieder lebendig
Im Freilichtmuseum wird die Vergangenheit wieder lebendig gemacht, da historisch interessierte Personen noch alte Bräuche und Sitten in Kommern pflegen. So wird in der Backstube noch frisches Brot gebacken und auch in einem kleinem Laden verkauft. Das Heu und Stroh wird nach alter Art eingefahren und wer möchte, kann sich seinen Namen in altdeutscher Schrift schreiben lassen.
Besonders gelungen ist die Reise durch die Geschichte und durch die Zeit in den Ausstellungshallen auf dem Gelände. Hier wandelt man durch eine kleine Gasse und kann durch die Fenster das damalige Leben bewundern.
Die wunderschöne Landschaft lädt zum Wandern ein
Schon alleine die wunderschöne Eifellandschaft lädt zum Wandern ein. Viel Abwechslung für das Auge bieten die kleinen Wiesen und Wälder, in denen die Häuser zu kleinen Dörfern zusammengestellt wurden. Zwar liegen diese Dörfer nie weit auseinander, verteilen sich dennoch auf der gesamten Fläche des Freilichtmuseums. Daher empfehlen wir
nicht nur für Familien, einen Rucksack mit Verpflegung mitzunehmen. Wer noch einmal auf die Toilette muß, sollte dies am Eingang machen, denn im hinteren Teil des Geländes sieht es mit den Toiletten rar aus. Natürlich kann man es auch nach der alten Tradition machen: “Ab in die Büsche”.
Die Häuser und die kleinen Dörfer wurden nach ihrem Ursprung zusammengestellt. So bekommt man einen Eindruck darüber, wie die Menschen im Westerwald / Mittelrhein, in der Eifel und dem Eifelvorland, am Niederrhein oder im Bergischen Land gelebt haben. Einige Häuser wurden behindertengerecht gestaltet und verfügen über Möglichkeiten, die Häuser mit einem Rollstuhl zu befahren.
Das Innere der Häuser
Wer keine Ahnung davon hat, wie unsere Vorfahren gelebt haben, der sollte sich das Innere der Häuser in jedem Falle einmal ansehen. Schnell stellt man dabei fest, wie gut wir es in der heutigen Zeit haben. Typisch für die kleinen Häuser ist die zumeist in der Mitte des Hauses gelegene Feuerstelle mit riesigen Kaminabzügen. Mit dieser Feuerstelle wurde das ganze Haus geheizt und zum Teil auch auf dieser gekocht.
Küchen wie in unserer heutigen Zeit gab es damals nicht und daher sieht das Ganze etwas seltsam aus. Im linken Bild sehen Sie so eine Küche, die zugleich auch Abstellkammer und Vorratsraum gewesen ist. Fließendes warmes und kaltes Wasser gab es noch nicht, geschweige den Spülmaschinen. Hier war noch echte Handarbeit gefragt. Wer auf Hygiene Wert legt, der sollte sich solche Räume nicht ansehen.
Gerade in den einfachen Bauernhäusern war die Hygiene eine interessante Geschichte. Steinbeläge gab es noch nicht in jedem Haus und so bestand der Fußboden vorwiegend aus fest gestampften Lehm, den man nur schwerlich reinigen konnte. Erst zu einer späteren Zeit wurden Bodendielen aus Holz gelegt oder ein Fußboden aus Stein oder gebranntem Lehm gelegt.
Die Schlafgelegenheiten
Zur damaligen Zeit wurden die Betten in einem großen Wandschrank untergebracht, den man tagsüber schließen konnte, da die Räume auch zur anderen Zwecken benötigt wurden. Steht man vor so einem Bett, bekommt man den Eindruck, dass hier nur Kinder geschlafen haben müssen. Ein heutiger Erwachsener würde wohl kaum noch Platz in einem solchen Bett finden. Und wenn man sich auch noch die Informationen des Museums durchliest, erfährt man dann auch noch, dass in einem solchen Bett bis zu fünf Personen geschlafen haben. Kein Wunder also, dass gerade zur Winterzeit vermehrt Kinder gezeugt wurden.
Selten findet man solche modernen Schlafzimmer. Diese waren wohl mehr den wohlhabenden Familien vorbehalten. Neben dem Bett sieht man auch eine kleine Kinderwiege.
  
Nähere Angaben zu Öffnungszeiten und Eintrittspreise finden Sie auf der Webseite des Rheinischen Freilichtmuseums
Werbung
|